Digitale Volumentomographie (DVT)

Neben der äußerst geringen Strahlenexposition der Patienten und der überragenden Ortsauflösung ist die sehr geringe Artefaktanfälligkeit gegenüber zahnprothetischer Versorgungen (z.B. Implantate, Kronen, Brücken, Inlays bzw. Plomben) ein weiteres herausragendes Merkmal der 3D DVT-Geräte der Accuitomo-Klasse. Deshalb hat sich diese Untersuchungstechnik gegenüber der CT durchgesetzt. Aufgrund der Artefakte in der CT ist eine Beurteilung von Implantaten nicht möglich. Im Gegensatz dazu ermöglicht als derzeit einziges DVT-Gerät das von uns verwendete Accuitomo 170 H170 dem Untersucher den Implantat-Knochenübergang anatomisch exakt zu bestimmen und so den operativen Erfolg zu beurteilen.

Digitale Volumentomographie (DVT) auch Dental-CT genannt, ist ein neues modernes für den Körper besonders schonendes 3D-Röntgenverfahren, das Bilder erzeugt, die der herkömmlichen Computertomographie (CT) entsprechen.

Die von uns eingesetzte DVT-Technik (Accuitomo 170 H170, Morita, Japan) verwendet handselektionierte Bauteile und garantiert dadurch ein Höchstmaß an Bildauflösung (0,08 mm isotrope Voxel) bei bestmöglichem Kontrast und geringstmöglicher Strahlenexpositon, die um ca. 90% geringer ist als bei einer herkömmlichen CT-Untersuchung. Deshalb sollte diese 3D-Röntgentechnik der CT-Untersuchung in der dentalen Diagnostik und der HNO-Diagnostik vorgezogen werden. Dies gilt insbesondere im Hinblick des §2c der deutschen Röntgenverordnung („Wer eine Tätigkeit nach der Röntgenverordnung plant, ausübt oder ausüben lässt, ist verpflichtet jede unnötige Strahlenexposition von Menschen und Umwelt zu vermeiden und jede Strahlenexposition von Mensch und Umwelt unter Beachtung des Standes der Technik und unter Berücksichtigung des Einzelfalles auch unterhalb der Grenzwerte so gering wie möglich zu halten.“)

Die 3D DVT-Untersuchung mit einem Accuitomo 170

H170 erfolgt im Sitzen. Der Patient nimmt bequem auf einem Sessel Platz. Während der Aufnahme wird der Kopf mit bequemen Polstern fixiert. Die Untersuchungsdurchführung wird mit Hilfe eines 3D Lasers exakt geplant, so dass nur der zu diagnostizierende Bereich radiologisch erfasst wird. Dies optimiert den Strahlenschutz. Dann kreist eine Röntgenröhre sowie ein Festkörperdetektor um den Kopf des Patienten und generiert einen dreidimensionalen, anatomisch hochaufgelösten Rohdatensatz, der in der Ortsauflösung jeder CT-Untersuchung um ein Vielfaches überlegen ist. Aus diesem Rohdatensatz werden dann Bilder in jeder gewünschten Raumrichtung rekonstruiert. Im Rahmen des zahnärztlichen Röntgens können auch Panoramaaufnahmen oder Zahneinzelaufnahmen rekonstruiert werden.

Typische Einsatzgebiete (Indikationen) der 3D DVT-Diagnostik im zahnärztlichen und HNO-ärztlichen Röntgen:

  • Zahnärztliche Fragestellungen
  • HNO-ärztliche Fragestellungen

Zahnärztliche Fragestellungen

  • Implantologische Diagnostik und Planung, z. B. Beurteilung des Knochenangebots, Untersuchung mit Bohrschablone, Aufnahme eines 3D-Datensatzes zur Implantatplanung
  • Erkrankungen entlang des Zahnhalteapparats ( z. B. Zysten, Granulome, Wurzelspitzenentzündungen, Zahnwurzelfrakturen, Paradontosis/Paradontitis)
  • Diagnostik und Lokalisation von Zahnanlagen, Zahnretentionen und Zahnfehllagen
  • Diagnostik von Lagebeziehung der Zähne zueinander
  • Lagebestimmung der Weisheitszähne zum Unterkiefernerven
  • Diagnostik von Frakturen des Ober- und Unterkiefers (Traumatologie)
  • Diagnostik von angeborenen Fehlbildungen, z. B. Lippenkiefergaumenspalte
  • Diagnostik von Erkrankungen des Kiefergelenkes, z. B. Arthrose
  • Planung und Kontrolle einer kieferorthopädischen Therapie

HNO-ärztliche Fragestellungen

  • Diagnostik von Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis)
  • Beurteilung von Verkrümmungen der Nasenscheidewand (Septumdeviation)
  • Beurteilung von Löchern in der Nasenscheidewand (Nasenseptumperforation)
  • Diagnostik der gesamten Schädelbasis
  • Diagnostik von Verletzungen (Frakturen) des Gesichtsschädels und der Schädelbasis (Traumatologie)
  • Beurteilung der oberen Luftwege bei Patienten, die schnarchen (obstruktive Schlafapnoe = OSA) oder bei Patienten mit Polyposis nasi
  • Diagnostik des Kiefergelenkes bei Patienten mit Ohrschmerzen (Otalgie)
  • Diagnostik des Mittelohres und Innenohres, z.B. Entzündungen (Entzündung des Mittelohres = Otitis media, Mastoiditis, Labyrinthitis ossificans, Cholesteatom), Frakturen, Luxationen der Gehöhrknöchelchen, Otosklerose oder angeborene Fehlbildungen.