Dual-X-Ray-Absorptiometrie (DXA)

Was ist eine DXA-Messung und wo kommt sie zum Einsatz?

Eine DXA-Messung (dual energy X-ray absorptiometry, deutsch Doppelröntgenabsorptiometrie) ermöglicht die Knochendichtemessung und somit die Erkennung einer Osteoporose. Die Osteoporose ist eine häufige Alters-Erkrankung des Knochens, die ihn für Brüche anfälliger macht. Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine geringe Knochenmasse und den übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und -struktur. Die erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen. An der Erkrankung leidet fast die Hälfte der über 70-jährigen (Frauen mindestens zwei Mal so häufig wie Männer), doch kann sie in Zusammenhang mit Calciummangel oder anderen Krankheiten auch schon in jüngeren Jahren auftreten.

Auswirkungen auf den Patient/en

Etabliert ist die DXA-Messung von Lendenwirbelsäule und Schenkelhals. Die Messdauer beträgt ca. 15 bis 30 Minuten.

Wie funktioniert eine DXA-Messung?

Die Bestimmung der Knochenmasse erfolgt in unserer Praxis mit einem hochentwickelten Gerät, das sich eines sehr geringen Röntgenstrahls bedient, dem Lunar Prodigy Primo. Diese Art der Messung gilt in der Fachwelt als das genaueste Verfahren, um die Osteoporose möglichst frühzeitig zu erkennen. Zudem ist z. B. einem Transatlantikflug die Strahlenexpositionebenfalls deutlich höher als bei einer DXA-Untersuchung.
Diese Methode nutzt die Schwächung eines äußerst geringen Röntgenstrahls aus, um die Knochendichtezu berechnen. Dabei werden zwei niederenergetische Röntgenstrahlen unterschiedlicher Intensität durch den zu untersuchenden Skelettabschnitt gesendet. Auf diese Weise lässt sich der Weichteil bedingte Absorptionsanteil von dem des Ossär bedingten eliminieren – so kann die Knochendichte kann berechnet werden.

Sonstige Bemerkungen

Die Messungen werden nur in bestimmten Fällen von den Krankenkassen bezahlt (Kostenfaktor: ca. 40-50 €), nämlich bei:

  • Knochenbrüchen
  • einer Osteoporoseerkrankung
  • speziellen Magendarm-Erkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Malabsorption)
  • Kortisoneinnahme über längere Zeit
  • einer Nebenschilddrüsen-Krankheit